Glückliche Tiere = besseres Fleisch = glückliche Geniesser

Für Tierwohl, Klimaschutz und gesunden Genuss

Seit Sommer 2019 haben wir zusätzlich zur Partnerschaft mit der BESH auch zur FairFleisch (FF-)Überlingen eine Kooperation für unser alltägliches Schweinefleisch gegründet! Deren Konzept bei der Schweinezucht und Mast hat uns sehr gefallen und überzeugt! So haben wir endlich wieder regionale Landwirte als Partner und die Möglichkeit im Überlinger Schlachthof selbst zu schlachten

 

Besseres Fleisch ist eine Frage der Genetik & Haltung

Metzgermeister Bernhorst Koch steht für eine eindeutige Vorstellung von Tierwohl und Tierhaltung. Diese spiegelt sich auch bei unseren regionalen Vertragslandwirten wieder. Deswegen setzen wir auf alte Tierrassen, die zwar nicht so schnell wachsen, dafür aber mit ihrem außergewöhnlichen Geschmack und ihrer unvergleichlichen Fleischstruktur überzeugen. Und deswegen werden die Tiere in hiesigen, mittelständischen Schlachthöfen geschlachtet, die mehr Wert auf Qualität als auf Masse legen.

 

Unsere Aufzucht

Die Aufzucht der Tiere ist essenziell für die Qualität des Fleisches. Unsere Schweine werden in sogenannten Offenställen gehalten, die reichlich Bewegungsfreiheit und Komfort bieten. Durch den Verzicht auf künstliche Beleuchtung entwickeln die Tiere zudem ein natürliches Tag- und Nachtgefühl. Auch Grundbedürfnisse wie Wühlen und Suhlen können die Tiere bei dieser Haltungsform ganz ohne Einschränkungen spielerisch ausleben.

 

Außenklimaställe aus Überzeugung zum Umweltschutz!

Unsere gutmütigen & ausgeglichenen Landschweine erhalten nur hofeigenes GVO-freies Futter und fühlen sich mit den Außenklimareizen, Strohliegeflächen und dem doppelten Platzangebot im wahrsten Sinne des Wortes sauwohl. Außerdem sind die Schweine nicht dauernden Ammoniak-Dämpfen, wie es im Vollspaltenbodenstall der Fall ist, ausgesetzt. Das Ammoniak wird vom Stroheinstreu gebunden, dieses verrottet auf dem Misthaufen und wandelt sich zu, für die Felddüngung wichtigen, Stickstoff um, der nach der Ausbringung von den Pflanzen direkt aufgenommen wird! So werden auch gleichzeitig die Grundwasser Ressourcen geschützt! Bei einem Besuch bei unseren Schweinen fällt sofort auf, daß die Kleider anschließend keinen sonst typischen „Stallgeruch“ haben!

Gemeinsam mit unseren Landwirten produzieren wir hochwertiges Schweinefleisch, das sich auch geschmacklich wohltuend von der billigen Massenware absetzt. Die familiären Strukturen, die Regionalität und die direkte Kommunikation kommen der Idealform einer bäuerlichen Landwirtschaft sehr nahe.

 

Artgerecht auf die Bedürfnisse der Tiere ausgerichtet

Nicht das Tier muss sein Verhalten dem Stall anpassen, viel mehr wird der Stall auf die Bedürfnisse der Tiere ausgerichtet. Es gilt also zu berücksichtigen, dass Schweine den Großteil des Tages aktiv und dabei ziemlich neugierig sind, außerdem sehr sozial und reinlich. Ihre feine Nase verfügt über mehr Riechzellen als die eines Hundes. Mangels Schweißdrüsen können sie allerdings nicht schwitzen, weshalb das für das Borstenvieh so typische Suhlen im Schlamm schlicht der Abkühlung dient. All dem trägt der Offenstall Rechnung. Es gibt ihn in verschiedenen Varianten, denen aber allen bestimmte Eigenschaften gemein sind. Da ist zunächst – nomen est omen – der ständige Kontakt zur Außenwelt durch mindestens eine offene Front oder den freien Zugang zu einem Außengehege. So kommt kontinuierlich frische Luft in den Stall. Die Tiere erleben mit Wärme, Kälte, Wind und Sonne verschiedenste Witterungseinflüsse und durch natürliches Licht einen echten Tag- und Nachtrhythmus. Dank dieser Klimareize zeigen sie sich nicht nur robuster, sondern haben einen abwechslungsreicheren Alltag als ihre konventionell gehaltenen Artgenossen. Dazu steht ihnen doppelt soviel Platz zur Verfügung und für jedes ihrer grundlegenden Bedürfnisse – Bewegen, Liegen, Fressen, Koten – ein gesonderter Bereich. Sie können außerdem je nach Wetterlage zwischen einer warmen Zone mit Stroheinstreu und einer Zone mit kühlem, teils nassem Betonboden wählen. Im Laufbereich erfrischt bei Bedarf zusätzlich das Nass aus einer Dusche. Und zu guter Letzt haben im Offenstall bis zu 20 Schweine ihr jeweils eigenes Areal, was der natürlichen Gruppengröße der Tiere entspricht und unnötige Rangeleien verhindert. Untrügliches Zeichen für die Vorzüge dieser Haltungsform: Die Schweine besitzen noch ihren charakteristischen Ringelschwanz. Der wird in der konventionellen Mast in der Regel kupiert, um dem gegenseitigen Schwanzbeißen vorzubeugen. Durch mehr Bewegungsfreiheit, diverse Umweltreize und die Möglichkeit, im Stroh zu wühlen, verfallen die ausgeglichenen Tiere gar nicht erst darauf.

Natürlich erfordert diese Haltungsform vom Landwirt einen Mehraufwand. Neben mehr Tierwohl bietet der Offenstall aber auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten eine Reihe von Vorteilen. Im Gegensatz zu den konventionellen Warm-Ställen fallen keine Energiekosten für das Heizen sowie für Zu- und Abluftventilatoren an. Die robusten Tiere zeigen sich unempfindlicher gegenüber Krankheiten. Kontinuierlich an Umweltreize gewöhnt, sind sie beim Ausstallen und dem Transport zum Schlachthof weniger gestresst, was bekanntermaßen besser für die Qualität des Fleisches ist. Das liegt im Preis am Ende zwischen dem, was aus konventioneller Mast und dem,was aus biologischer Haltung kommt, wobei die Offenstallhaltung bereits etliche Vorgaben der EU-Bio-Anforderungen erfüllt, wie etwa das Verbot, Antibiotika prophylaktisch einzusetzen.